Automobile Rasanz, Emotionen und Glamour – kein anderes Formel-1-Team begeistert so viele Fans wie die Scuderia Ferrari. In den vergangenen Jahren hatte der Photograph Michel Comte hier „access all areas“.
International erstmals zeigt Die Neue Sammlung nun die Aufnahmen, die dabei entstanden sind, in einer ungewöhnlichen Installation unter der großen, zentralen Lichtkuppel in der Pinakothek der Moderne
 
Der in Los Angeles lebende Schweizer Michel Comte zeichnet ein sehr präzises, von Anteilnahme und Leidenschaft geprägtes Bild vom Alltag der „Formula Uno“: In Shootings auf den verschiedensten Rennstrecken des Kontinents und über 15 Jahre hinweg hat sich Michel Comte dieser Herausforderung gestellt. Wie visualisiert man individuelles Empfinden von Geschwindigkeit? Wie bannt man Dynamik in „stehende“ Bilder? Wie interpretiert man ungebändigte Kraft? Die Formel 1 gibt der Geschwindigkeit ein Gesicht. Und das Gesicht der Formel 1 ist Ferrari!
 
So entstanden hochaktuelle, in ihrer photographischen Auffassung überraschende Aufnahmen, wie man sie von Michael Schumacher und Teamchef Jean Todt, aber auch von den Boliden oder den Heerscharen von Ingenieuren und Mechanikern bisher nicht gesehen hat – eine Mischung aus sehr persönlichen Portraits und aufregender Reportage.
 
Der Photograph wählte dafür neben seiner Leica häufig eine Linhof-Plattenkamera, die er wegen ihrer unerreichten 20×25 cm Negativ-Größe schätzt, auch wenn die Kamera in der Motorsport-Umgebung antiquiert wirken mag.
Um die in der Formel 1 verwendeten High-Tech Materialien noch besser zur Geltung bringen zu können, realisierte Comte – zusammen mit den Spezialisten des renommierten Tricolor-Labors in Zürich – die Photographien zum ersten Mal in dem aufwendigen neuen „Dura-Clear“-Verfahren, bei dem die Großnegative digital auf transparente Kunststoffolien ausbelichtet werden.
 
Michel Comte, 1953 in Zürich geboren, zählt zu den Großen seines Metiers. Weltberühmt geworden durch Modeaufnahmen, Starportraits und internationale Werbekampagnen, widmet er sich in den letzten Jahren auch verstärkt der Reportagephotographie, nicht nur im Umfeld von Automobilen und Rennsport, sondern im Auftrag des Roten Kreuzes auch in den Kriegs- und Krisengebieten im Irak, in Afghanistan und Bosnien.
 
Die Ausstellung in München ist eine internationale Premiere:
Die Neue Sammlung – eines der führenden Designmuseen der Welt, mit Sitz in der Pinakothek der Moderne – zeigt von November 2005 bis Januar 2006 erstmals eine Auswahl der Ferrari-Photographien von Michel Comte. Anschließend ist die Ausstellung in New York, Moskau, Hong Kong und Shanghai zu sehen.
 
Zur Ausstellung erscheint ein großformatiger Katalog mit ca. 100 Seiten Umfang. Gestaltung: Yi Zhou, Paris.
 
Eine Ausstellung mit Unterstützung von LUISA CERANO GmbH Deutschland und VALDO Spumanti srl Italien.
 
Pinakothek der Moderne. München
04.11.2005 – 08.01.2006
The Face of Pace. La Scuderia Ferrari. Fotografiert von Michel Comte


Blick in die Ausstellung.Foto: Rainer Viertlböck


Blick in die Ausstellung. Foto: Rainer Viertlböck


Blick in die Ausstellung. Foto: Rainer Viertlböck