ReFlex Bauhaus
40 Objects – 5 Conversations

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Kurz nach ihrer Gründung 1925 – im selben Jahr musste das Bauhaus von Weimar nach Dessau umziehen – erwarb die junge Münchener Institution Die Neue Sammlung als eines der ersten Museen Arbeiten des Bauhauses, heute Ikonen des modernen Designs: Textilien von Anni Albers und Gunta Stölzl, Spielzeug von Alma Buscher und Ludwig Hirschfeld-Mack oder Metallarbeiten von Otto Rittweger und Wilhelm Wagenfeld. Bis in die jüngste Zeit hinein erweiterten wichtige Arbeiten von Theodor Bogler, Marcel Breuer, Josef Hartwig, Naum Slutzky und Wilhelm Wagenfeld den Bestand an historischen Objekten, die nun in München zum ersten Mal nahezu vollständig der Öffentlichkeit vorgestellt werden – einige sind erstmals überhaupt zu sehen. Drei bedeutende Stücke konnten mit Hilfe der Ernst von Siemens Kunststiftung erworben werden.


Tilo Schulz, künstlerischer Kurator, entwarf eine Rauminstallation, in der einige dieser Inkunabeln der Designgeschichte mit zeitgenössischen Positionen in Dialog treten. Fünf internationale Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Disziplinen wurden eingeladen, sich jeweils mit ihrem bevorzugten Bauhausobjekt auseinanderzusetzen und daraus eine eigenständige Arbeit zu entwickeln.
Die deutsch-türkische Modedesignerin Ayzit Bostan befasst sich mit dem Lattenstuhl von Marcel Breuer und entwirft ein zeitgenössisches Äquivalent. Die deutsche Schriftstellerin Barbara Köhler lässt sich von der Doppelleuchte Christian Dells und den „Didyms” Hermann Finsterlins zu einem „Wort-Spiegel-Bild” inspirieren. Die indische Architektin Anupama Kundoo analysiert einen Stoff der Werkstattleiterin Gunta Stölzl für ein architektonisches Modell. Eine performative Soundinstallation leitet der japanische Komponist Junya Oikawa vom Bauhaus-Schachspiel Josef Hartwigs ab. Und die dänische Künstlerin Sofie Thorsen untersucht die „Didyms”, räumliche Durchdringungen, von Hermann Finsterlin hinsichtlich Raum und Volumen.
Der konzeptionelle Ansatz von Tilo Schulz verbindet Vergangenheit und Gegenwart und ermöglicht die Lesbarkeit von überlieferter Herkunft und heutiger Reflexion.
Auf diese Weise entstand nicht nur eine bemerkenswerte Konversation von historischem Design mit den Künsten von heute, sondern auch ein neuer Blick auf die Geschichte und Rezeption dieser Reformschule, die unser Verständnis von Design bis heute beeinflusst.

 

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Re-Flex Bauhaus

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Die Überschrift besteht aus 2 Worten.
Reflex bedeutet: schnelle Reaktion.
Bauhaus ist der Name von der bekanntesten Schule für Architektur, Design und Kunst im 20. Jahrhundert. Re-Flex Bauhaus ist der Name für diese Ausstellung.

Die Gründung vom Bauhaus war 1919 in Weimar.
Weimar ist eine Stadt in Thüringen.

Die Künstlerinnen und Künstler am Bauhaus wollten
ein ganz neues Design schaffen.

Design ist Englisch und bedeutet:

Form-Gebung oder Gestaltung.
Es bedeutet auch: angewandte Kunst.
Sie sprechen es so: Di-sein.

Die Objekte vom Bauhaus haben einfache Formen.
Sie sollten praktisch sein.
Meistens haben sie keine Verzierungen.

1925 ist das Bauhaus von Weimar nach Dessau
in Sachsen-Anhalt umgezogen.
Damals hat Die Neue Sammlung Objekte
vom Bauhaus gekauft.

Diese sind heute ganz besonders wertvolle Beispiele für das moderne Design:
Textilien von Anni Albers und Gunta Stölzl
Spielzeug von Alma Buscher und
Ludwig Hirschfeld-Mack
Metall-Objekte von Otto Rittweger und
Wilhelm Wagenfeld

Später sind noch viele andere Objekte dazugekommen, die für die Geschichte vom Bauhaus sehr wichtig sind.

Einige von diesen Objekten sind zum ersten Mal ausgestellt.
Sie sind von diesen Künstlern:
Theodor Bogler
• Marcel Breuer
• Josef Hartwig
• Naum Slutzky
• Wilhelm Wagenfeld

Die Ernst von Siemens Kunst-Stiftung hat beim Kauf
von Objekten geholfen.

Ernst von Siemens war ein deutscher Unternehmer. Er hat eine große Stiftung gemacht.

Eine Stiftung gibt Geld für unterschiedliche Zwecke. Zum Beispiel: für Museen.

 

 


Die Raum-Installation von Tilo Schulz

Der Künstler Tilo Schulz hat die Ausstellung gestaltet.

Tilo Schulz hat auch 5 Künstlerinnen und Künstler eingeladen.

Sie kommen aus 5 Ländern und aus 5 unterschiedlichen Bereichen in der Kunst.
Die Künstlerinnen und Künstler haben sich jeweils
einen Bauhaus-Gegenstand ausgesucht und
dazu ein neues Kunstwerk gemacht.

Daraus ist die Raum-Installation entstanden.
Raum-Installation bedeutet:

ein Raum ist besonders eingerichtet.

Bei einer Raum-Installation gehören
die Ausstellungs-Objekte und der

Ausstellungs-Raum zusammen.

Sie sind eine Einheit.

Mit dieser Raum-Installation hat Tilo Schulz
Vergangenheit und Gegenwart verbunden.
Die neuen Objekte haben eine Verbindung zu
den alten Objekten.

Das meint Tilo Schulz mit dem Ausstellungs-Titel
Re-Flex:

Die Künstlerinnen und Künstler haben
mit ihren Kunstwerken auf die Bauhaus-Objekte reagiert.

Das sind die 5 Künstlerinnen und Künstler:
Die deutsch-türkische Mode-Designerin
Ayzit Bostan hat den Latten-Stuhl von

Marcel Breuer ausgesucht.

Dieser Stuhl ist aus einfachen Holz-Latten gemacht. Dazu hat sie einen neuen Stuhl entworfen.
Die deutsche Schriftstellerin Barbara Köhler hat sich von Christian Dell und Hermann Finsterlin anregen lassen.

Sie hat ein Bild aus Wörtern gemacht.
Die indische Architektin Anupama Kundoo hat einen Stoff von Gunta Stölzl genau untersucht.
Sie interessiert sich für Material und Farben.
Der japanische Musiker Junya Oikawa hat
sich vom Schachspiel von Josef Hartwig anregen lassen.

Er hat sich dazu Musik-Klänge überlegt.
Die dänische Künstlerin Sofie Thorsen hat sich
von Objekten von Hermann Finsterlin anregen lassen.

Sie überträgt die Formen in ein anderes Material.

Die Künstlerinnen und Künstler haben sich
mit den alten Objekten sehr genau beschäftigt.
Dabei haben sie einen neuen Blick auf die Geschichte und auf die Bedeutung

vom Bauhaus möglich gemacht.

Es zeigt sich:
Das Bauhaus beeinflusst das Design bis heute.