Plakate – das klassische Propagandainstrument – als hintersinnig subversive Graphiken: Seit den 70er Jahren konnte sich das Plakat in der DDR zu einem Medium unangepaßter Kunst entwickeln. Vorbei an offiziellen staatlichen Genehmigungsstellen entstanden in kleinster Auflage numerierte und signierte Originalgraphiken, die vom Künstler eigens als „Werbung“ für seine Ausstellung hergestellt wurden.
 
Die Auswahl aus den Beständen der Neuen Sammlung konzentriert sich mit Leipzig und Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, auf zwei der agilsten Kunstzentren in der DDR. Die Plakate veranschaulichen stilistische Positionen aus rund 20 Jahren, darunter Arbeiten von Gerhard Altenbourg, Peter Sylvester, Michael Morgner, Lutz Dammbeck, Thomas Ranft, Hartwig Ebersbach und Carsten und Olaf Nicolai.
 
Nürnberg. Neues Museum
Künstlerplakate aus der DDR: Siebziger und Achtziger Jahre
15.03. – 26.06.2005

Blick in die Ausstellung. Foto: Annette Kradisch


Blick in die Ausstellung. Foto: Annette Kradisch