Ausstellung: KanKan ‒ KiraKira ‒ DokiDoki
Die Schmuckklasse der Kobe Design University zu Gast in der Neuen Sammlung
Ort: Unter der Treppe – Pinakothek der Moderne, München

Eröffnung: 01.03.2024, 19:00

Laufzeit: 02.03.2024 – 01.04.2024
Pressekonferenz: 01.03.2023, 11.00, Unter der Treppe

KanKan ‒ KiraKira ‒ DokiDoki, das meint in der japanischen Lautmalerei den Klang des Hammers beim Schmuckherstellen, das Anschauen von Schmuck und das Gefühl beim Tragen von Schmuck.

Lautmalerei ist ein weit gefasster Begriff.
Er versucht, Emotionen und Klänge, Situationen und Handlungen in einem Wort, einen Ausdruck, zu erfassen. Dabei ist es ganz unerheblich, ob die Gefühle, Geräusche oder die Gegebenheiten von Menschen oder von Gegenständen erzeugt werden.
In Japan ist die Lautmalerei eine sehr beliebte Form und integrativer Bestandteil der Kommunikation ‒ es finden sich allein 4500 lautmalerische Worte im japanischen Wortschatz. Diese Begriffe sind aus dem Wunsch entstanden, Gefühle besser mit anderen teilen zu können. In den letzten Jahren fanden die Ausdrücke mehr und mehr Eingang in die japanische Mangakultur und die Trickfilmanimation ‒ für die Mangas sind sie tatsächlich mittlerweile charakteristisch. Zählte man früher die Mangas und Animationsfilme nicht nur in Japan zur Subkultur,
so sind sie heute fester Bestandteil der jüngeren japanischen Kultur und erfreuen sich auch außerhalb Japans großer Beliebtheit.

Zeitgenössischer Schmuck kann vielleicht eine ganz ähnliche Funktion wie die Mangas und Animationsfilme übernehmen ‒ so die Idee hinter der Ausstellung von den Lehrenden der Schmucklasse an der Design University. Denn Schmuck und Mangas eint das Sichtbarmachen (bzw. Hörbarmachen) von Gefühlen. Wer Schmuck trägt, weiß um seinen Kommunikationswillen und -stärke. Die gewählten Begriffe der Lautmalerei für jede einzelne der Schmuckarbeiten versucht, die Emotionen der jungen Künstler*innen zu transportieren und für die Betrachter*innen lesbar zu machen. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass der moderne, japanische Schmuck mehr und mehr Eingang findet in die internationale Schmuckwelt.

Zu sehen sind Arbeiten von Studierenden und Absolvent*innen der Schmuckklasse der Kobe Design University in Kobe, ausgewählt von ihren Professor*innen Fumiki Taguchi, Itto Mishima, Takashi Kojima und Mari Ishikawa.

Studierende und Absolvent*innen:
Chihiro Hanayama, Kako Shimoonoda,
Kazunori Kodani, Rio Yamamoto, Nagisa Yamada, Natsuki Takeuchi, Kenta Kanetsuki, Momoe Taguchi, Jingyuan Chen, Hayate Miyazaki, Yoshiki Yamada,
Kim Jeeyun, Mona Kanda, Moe Kinugawa,
Daiki Nakagawara, Amane Nagase,  Wang Dan, Haruna Shiki, Mizuki Fujimoto, Hong Ma, Nan Jin, Ema Yamazoe, Shi Ruining, Sakura Nagaya

WEITERE INFORMATIONEN:
Dr. Petra Hölscher
Die Neue Sammlung – The Design Museum
T +49 (0) 89-27 27 25-566
Petra.hoelscher@die-neue-sammlung.de

Tine Nehler M.A.
Leitung Pressestelle
Pinakothek der Moderne
T +49 (0)89 23805-280
Presse@pinakothek.de

Diese Abbildungen dürfen nur im Zuge der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung honorar- und genehmigungsfrei verwendet werden, sofern der Urhebervermerk korrekt und vollständig angegeben wird (meist: Eigentümer, Copyright Holder, Fotograf).

Chihiro Hanayama. Brosche „Monophyletic funghi“, 2022. Silber, Acrylfarbe. 10,5 x 7,0 x 0,6 cm

Kazunori Kodani. Ring „Formation, 2019. Vergoldetes Silber, Rauchquartz. 4,8 x 3,6 x 2,6 cm

Kako Shimoonoda. Brosche „Keep hope alive (Passion)“, 2023. Acryl. 6,5 x 4,5 x 2,2 cm

Jingyuan Chen. Brosche „Renewed energy“, 2022. Gebrauchtes Kopierpapier, Gelatine, Gebrauchtes Farbpapier, Klebstoff, Stahldraht, Urethanspray. 4,5 x 5,0 x 6,0 cm

Hayate Miyazaki. Brosche „Element“, 2023. Silber, Teile eines Mobilephone. 5,0 x 5,0 x 4,5 cm

Yoshiki Yamada. Ring „connection“, 2023. Silber, Edelstahldraht, Granat. 4,6 x 3,9 x 4,3 cm