Ausstellung. Schmuck // Jewelry 2012 ‒ 2022
Dauer: 12.06.2022 – 10.07.2022

Ort: Pinakothek der Moderne
Eingang zum Sammlungsbereich der Neuen Sammlung

Donationen und Erwerbungen aus den letzten zehn Jahren sind das Thema von „Schmuck // Jewelry 2012‒2022“. Die meisten der Werke sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Als lang ersehnte Ergänzungen und dank der Unterstützung von außen gelangten der Kieselstein-Ring aus Golddraht von Naum Slutzky, dem ehemaligen Werkstattleiter am Dessauer Bauhaus, und der goldene Armschmuck der Bildhauerin E.R. Nele den Weg in Die Neue Sammlung.

Gemeinsam mit Förderern aus Amerika, mit denen Die Neue Sammlung zum Teil eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet, konnte der museale Blick gezielt auf die narrative Seite der amerikanischen Schmuckkunst gerichtet werden. Arbeiten wie die Brosche „Liberty“ (1998) von Joyce J. Scott mit der gestreckten Faust der Black-Power-Bewegung oder die Brosche „Oh, No!“ (Self portrait, 1992) von Keith Lewis, in der sich der Künstler mit dem HIV-Virus und den Folgen für die Queere-Community auseinandersetzt, sind als besondere Beispiele zu benennen.

Dank großzügiger Schenkungen vieler und der Zusammenarbeit mit der Danner-Stiftung wie auch der Paul und Katrin Basiner-Stiftung fanden Arbeiten von Schmuckkünstler*innen wie Caroline Broadhead / Großbritannien, Esther Knobel / Israel, Shinji Nakaba und Takayoshi Terajima / beide Japan, Jung-Hoo Kim / Korea, Annelies Planteijdt / Niederlande ‒ die hier nur beispielhaft genannt sein sollen ‒ den Weg in die Schmucksammlungen. Ein ums andere Mal werden dabei bisherige Sichtweisen überprüft und der Versuch unternommen, neue Kontexte zu erspüren. Mit einem Frühwerk der in München lebenden Schweizer Schmuckkünstlerin Therese Hilbert ‒ dem Anhänger „Apfel“ (1973) ‒ verweist Die Neue Sammlung nicht nur auf die kommende Ausstellung „Therese Hilbert. ROT“, die für März 2023 unter der Glaskuppel der Pinakothek der Moderne geplant ist. Sondern sie freut sich sehr darüber, dass sie erst vor Kurzem den „Apfel“ als Geschenk der Künstlerin in die eigenen Sammlungen übernehmen durfte.

Unser Dank gebührt den Künstler*innen, den Donator*innen und den beiden beteiligten Stiftungen, die Die Neue Sammlung in ihren Vorhaben im Bereich des modernen, zeitgenössischen Schmucks auf so großartige und großzügige Weise unterstützen.

Alle Objekte der Ausstellung spiegeln in einem kleinen Ausschnitt Phänomene der letzten zwei Jahrzehnte, die im Design ihre innovative und relevante gestalterische Umsetzung finden. 


WEITERE INFORMATIONEN
Dr. Petra Hölscher, Die Neue Sammlung
p.hoelscher@die-neue-sammlung.de
T +49 (0)89 272725-0


Tine Nehler M.A.
Leitung Presse & Kommunikation
Pinakothek der Moderne
T +49 (0)89 23805-122
presse@pinakothek.de


Die Abbildungen dürfen nur im Zuge der aktuellen Berichterstattung zur Ausstellung honorar- und genehmigungsfrei verwendet werden, sofern der Urhebervermerk korrekt und vollständig angegeben wird (meist: Eigentümer, Copyright Holder, Fotograf).

 

Therese Hilbert (1948 Zürich, CH). Anhänger „Apfel“, 1972
Silber, Kunststoff. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum. Schenkung der Künstlerin, 2022. Foto: Ingrid Amslinger

Felicia Mühlbaier (1988 Speyer, DE). Ring „Dach“, 2021. Lapislazuli. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum, 2021. Foto: Die Neue Sammlung ‒ Kai Mewes

Annelies Planteijdt (1956 Rotterdam, NL). Armschmuck, 1982. Karton. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum, 2022. Foto: Die Neue Sammlung ‒ Kai Mewes

Joyce J. Scott (1948 Baltimore, US). Brosche „Liberty“, 1998. Perlen, Peyote-Stich. Ein Geschenk an Die Neue Sammlung / Pinakothek der Moderne von der Familiensammlung Helen Williams Drutt, Philadelphia, PA, US, zu Ehren der Künstlerin und in Erinnerung an Arnd Hoch. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum, 2021. Foto: Die Neue Sammlung ‒ Kai Mewes

Keith Lewis (1956, US). Brosche „Oh-No!“ (self portrait), 1992
Vergoldetes Messing, Klebstoff; menschliches Haar, Dreck, Metallspäne, Bronzepulver. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum. Schenkung von  Ron Porter aud Joe Price, Columbia, South Carolina, 2022. Foto: Die Neue Sammlung ‒ Kai Mewes

Takayoshi Terajima (1986 Chiba, JP). Armschmuck, 2016. Tatami. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum. Dauerleihgabe der Danner-Stiftung München, 2021. Foto: Takayoshi Terajima

Takayoshi Terajima (1986 Chiba, JP). Anhänger „Omamori“ (Amulett), 2018, Kupfer, Zink, Punktemaille. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum. Dauerleihgabe der Danner-Stiftung München, 2021. Foto: Die Neue Sammlung ‒ Kai Mewes

Jasmin Matzakow (1982 Aachen, DE). Brosche „Skepsographia 2“. Cocobolo, Silber, Edelstahl. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum. Dauerleihgabe der Danner-Stiftung München, 2021. Foto: Jasmin Matzakow

Mari Ishikawa (1964 Kyoto, JP). Halsschmuck aus der Serie „EN“, 1999.
Kozo-Papier, Silber. Herbert-Hofmann-Preis 2000. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum. Dauerleihgabe der Danner-Stiftung München, 2021.
Foto: Frank Vetter

Caroline Broadhead (geb. 1959, GB). Armschmuck „Black Tufted Bracelet“, 1978. Holz, Nylon, Farbe. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum. Dauerleihgabe der Danner-Stiftung München, 2021. Foto: Die Neue Sammlung ‒ Kai Mewes

Naum Slutzky (1894 View, UA–1965 Stevenage, GB). Kieselstein-Ring, 1962. Gold, Kieselstein. Die Neue Sammlung ‒ The Design Museum. Erwerbung mit Unterstützung der Paul und Katrin Basiner-Stiftung, 2019. Foto: Die Neue Sammlung ‒ Alexander Laurenzo