Naum Slutzky. Kieselstein-Ring, 1962. Gold, Kieselstein. 3,0 x 2,0 cm. Erwerbung mit Unterstützung der Paul und Katrin Basiner-Stiftung. Die Neue Sammlung – The Design Museum. Foto: Die Neue Sammlung, P. Hamm

Therese Hilbert. Anhänger „Apfel“, 1973. Polyester, Apfelgehäuse, Silber. H. 4,8 cm, B. 5,8 cm, T. 3,1 cm. Die Neue Sammlung – The Design Museum. Schenkung der Künstlerin. Die Neue Sammlung – The Design Museum. Foto: Ingrid Amslinger

Schmuck // Jewelry 2012 ‒ 2022

Donationen und Erwerbungen aus den letzten zehn Jahren sind das Thema von „Schmuck // Jewelry 2012‒2022“. Die meisten der Werke sind erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Als lang ersehnte Ergänzungen und dank der Unterstützung von außen gelangten der Kieselstein-Ring aus Golddraht von Naum Slutzky, dem ehemaligen Werkstattleiter am Dessauer Bauhaus, und der goldene Armschmuck der Bildhauerin E.R. Nele den Weg in Die Neue Sammlung.

Gemeinsam mit Förderern aus Amerika, mit denen Die Neue Sammlung zum Teil eine jahrzehntelange Freundschaft verbindet, konnte der museale Blick gezielt auf die narrative Seite der amerikanischen Schmuckkunst gerichtet werden. Arbeiten wie die Brosche „Liberty“ (1998) von Joyce J. Scott mit der gestreckten Faust der Black-Power-Bewegung oder die Brosche „Oh, No!“ (Self portrait, 1992) von Keith Lewis, in der sich der Künstler mit dem HIV-Virus und den Folgen für die Queere-Community auseinandersetzt, sind als besondere Beispiele zu benennen.
Dank großzügiger Schenkungen vieler und der Zusammenarbeit mit der Danner-Stiftung wie auch der Paul und Katrin Basiner-Stiftung fanden Arbeiten von Schmuckkünstler*innen wie Caroline Broadhead / Großbritannien, Esther Knobel / Israel, Shinji Nakaba und Takayoshi Terajima / beide Japan, Jung-Hoo Kim / Korea, Annelies Planteijdt / Niederlande ‒ die hier nur beispielhaft genannt sein sollen ‒ den Weg in die Schmucksammlungen. Ein ums andere Mal werden dabei bisherige Sichtweisen überprüft und der Versuch unternommen, neue Kontexte zu erspüren. Mit einem Frühwerk der in München lebenden Schweizer Schmuckkünstlerin Therese Hilbert ‒ dem Anhänger „Apfel“ (1973) ‒ verweist Die Neue Sammlung nicht nur auf die kommende Ausstellung „Therese Hilbert. ROT“, die für März 2023 unter der Glaskuppel der Pinakothek der Moderne geplant ist. Sondern sie freut sich sehr darüber, dass sie erst vor Kurzem den „Apfel“ als Geschenk der Künstlerin in die eigenen Sammlungen übernehmen durfte.

Das Frühwerk der in München lebenden Schweizer Schmuckkünstlerin Therese Hilbert ‒ der Anhänger „Apfel“ (1973) ‒ steht sinnbildlich für die Vorfreude auf die kommende Ausstellung „Therese Hilbert. ROT“. Die Neue Sammlung plant sie für März 2023 unter der Glaskuppel der Pinakothek der Moderne.

Unser Dank gebührt den Künstler*innen, den Donator*innen und den beiden beteiligten Stiftungen, die Die Neue Sammlung in ihren Vorhaben im Bereich des modernen, zeitgenössischen Schmucks auf so großartige und großzügige Weise unterstützen.

Ausstellung. Pinakothek der Moderne

11.06.2022 – 10.07.2022
Ort: Eingang zum Sammlungsbereich der Neuen Sammlung