Blick in die Ausstellung




Halsschmuck ist für mich Schmuck par excellence.
(Dorothea Prühl)

Dorothea Prühl zählt zu den führenden Schmuckkünstlerinnen der Gegenwart. Abstrahierte Impressionen aus der Natur, Konzentration auf das Essentielle, hohe Sensibilität und plastische Kraft kennzeichnen ihre künstlerische Haltung. Sie schafft fundamentale Aussagen in Gold und Silber – aber auch in Holz, Aluminium, Titan oder Edelstahl – Impressionen, die sich in großzügigen und klaren Körpern manifestieren. Sie geht von Vorhandenem aus, spürt dessen Innerstes, den Kern auf und verleiht dieser Wesentlichkeit eine neue ästhetische Sprache – das kann eine Blume sein, der Wind, ein Haus, Vögel im Flug…

Dorothea Prühl wurde 1937 in Breslau geboren. Nach ihrem Kunststudium an der Burg Giebichenstein in Halle (1956-1962) war sie zunächst als Gestalterin für Serienschmuck in der Industrie tätig, bevor ihr 1966 ein Lehrauftrag im Bereich Schmuck an „der Burg“ angeboten wurde und sie nach Halle zurückkehrte. Seit 1991 als Leiterin, seit 1994 als berufene Professorin der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle leitete Dorothea Prühl die Schmuckklasse bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2002. So gewann sie nicht nur durch ihr Oeuvre, sondern auch durch ihre Lehrtätigkeit prägende Bedeutung für das Schmuckgeschehen in Deutschland.

Werke von Dorothea Prühl befinden sich in zahlreichen bedeutenden Museen und Sammlungen in aller Welt, darunter auch in der Neuen Sammlung (als Dauerleihgabe der Danner-Stiftung ausgestellt in der Pinakothek der Moderne).

„Die Arbeiten von Dorothea Prühl haben Größe, in jeder Hinsicht… Mit ihrem Schmuck hat sie Zeichen gesetzt, unübersehbar, bleibend. Ihre Colliers verleihen Kraft – nicht nur dem Träger, sondern auch dem Betrachter.“ (Florian Hufnagl, Leitender Sammlungsdirektor, Die Neue Sammlung)

In enger Kooperation mit der Künstlerin zeigt Die Neue Sammlung von 14.März bis 17.Mai 2009 eine Auswahl ihrer Colliers in der lichtdurchfluteten Rotunde der Pinakothek der Moderne.

Die Publikation zur Ausstellung (Dorothea Prühl – Colliers / Necklaces.
Hrsg. Florian Hufnagl. In deutscher und englischer Sprache) wurde gefördert von der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.