Zum 50. Jubiläum der Olympischen Spiele in München 1972 nimmt Die Neue Sammlung – The Design Museum Designentwicklungen für Olympische Spiele und Paralympics in den Fokus.
Als größte Sportereignisse der Welt sind die Spiele seit jeher Motor und Ziel von Innovationen.
Nicht nur internationale Athlet:innen konkurrieren miteinander. Genauso versuchen sich die Hersteller von Sportgeräten in der Ausstattung der Sportler:innen zu übertreffen wie die austragenden Länder über die visuelle und architektonische Gestaltung. Dabei werden die Spiele trotz ihrer Ursprungsidee als Botschafter der friedlichen, unpolitischen Völkerverständigung häufig zum Vehikel politischer und gesellschaftlicher Aussagen.

Die Ausstellung „Design für Olympia“ will die vielfältigen Verflechtungen von Design und Olympia abbilden. Die Olympischen Spiele in München 1972 sind dabei Ausgangspunkt für Betrachtungen zu vorherigen und nachfolgenden Spielen sowie für Ausblicke in die Zukunft. Die Ausstellung zeigt, welche Werte und Ziele in der Gestaltung für die Olympischen und Paralympischen Spiele zum Ausdruck kommen. Der Fortschritt spielt hier eine ebenso große Rolle wie die politische Agenda, Nachhaltigkeit und Inklusion.

Sportgeräte aus hundert Jahren von Boxhandschuhen aus Paris 1924, über den Trainingsspeer Klaus Wolfermanns von 1970 bis zum Mountainbike von Tokio 2020/21 zeugen von Veränderungen der Sportarten und ihrer Ausstattung. Technische Neuerungen im Bereich des Sportschuhs und einzigartige Sportgeräte wie der Rennrollstuhl von Rio de Janeiro 2016 oder der Monoskibob von Anna Schaffelhuber zeigen auf, welche Entwicklungen und Innovationen durch den Profisport angeregt werden.

Ein besonderes Highlight der Ausstellung bildet die vollständige Serie an historischen Piktogrammen der Olympischen Spiele in Tokio 1964, die als einzige in Europa im Original erhalten sind. Plakate von dem ersten offiziellen Motiv olympischer Spiele, das für Stockholm 1912 entstand, bis zu Protestplakaten zu den Spielen in Peking dieses Jahres zeigen exemplarisch die Geschichte grafischer Gestaltung im 20. und 21. Jahrhundert auf. Sie machen deutlich, wie sich auf der einen Seite die Gastgeber der Welt präsentieren und bringen auf der anderen Seite gesellschaftskritische Themen in den Diskurs, die in der offiziellen Kommunikation der Spiele ausgeblendet werden.

Über Grafiken und Sportgeräte hinaus präsentiert die Ausstellung auch Beispiele zu Raumausstattungen. Zu ihnen gehört die Duscheinheit Nizza, die von Günther Eckert und Werner Wirsing für die Athlet:innenunterkünfte der Spiele in München 1972 entworfen wurde, oder auch die Sitzschale des Münchener Stadions der Arbeitsgruppe Ausstattung unter Nick Roericht. Einen sachlichen Blick auf die Architektur sowie einen Eindruck der besonderen Gestaltung und Atmosphäre der Spiele 1972 vermitteln Fotografien von Sigrid Neubert und Karsten de Riese.

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Design für Olympia. Leichte Sprache

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Pinakothek der Moderne
Ausstellung
08.07.2022 – 03.10.2022