Graphic Design aus Westafrika: Die Ausstellung der Neuen Sammlung zeigt handgemalte Plakate, die in Ghana seit den 1980er Jahren für Action-Filme aus afrikanischer Produktion, aber auch für Hollywood-Blockbuster werben.
 
Die großformatigen Arbeiten der Plakatmaler offenbaren sich einer sehr eigenen, drastischen, mitunter schockierenden graphischen Sprache, in die lokale Mythen ebenso einfließen wie Stilmittel kommerzieller Werbestrategien westlicher Industrienationen.

Die Plakate gehen damit weit über den Reiz des bloßen Exotismus hinaus. Dieses Beispiel afrikanischen Graphic Designs wirft Fragen nach „political correctness“ auf, nach Sehgewohnheiten und Bildtraditionen, nach kulturellen Verfaßtheiten und Kulturtransfer.
 
Mit dem oszillierenden Austausch zwischen einzelnen Ländern und Kontinenten in einer globalisierten Welt werden ja nicht nur Waren, Technologien oder Konsumgewohnheiten ausgetauscht, sondern auch bis dato fremde ästhetische Vorstellungen und Konzeptionen, die Kulturen nachhaltig verändern können.
 
Die Neue Sammlung begrüßt mit dieser Ausstellung ihren neuen Nachbarn, die HFF (Hochschule für Fernsehen und Film), deren Neubau 2011 im Kunstareal München eröffnet wird.
 
Plakat
 
Pinakothek der Moderne. München
Deadly and Brutal. Filmplakate aus Ghana
01.04.2011 – 26.06.2011


Blick in die Ausstellung. Foto: Rainer Viertlböck
Blick in die Ausstellung. Foto: Rainer Viertlböck


Blick in die Ausstellung. Foto: Rainer Viertlböck
Blick in die Ausstellung. Foto: Rainer Viertlböck