Schmuck in der Pinakothek der Moderne. Kuratiert von Karl Fritsch, 2010. Foto: Rainer Viertlböck


Mit Karl Fritsch hat ein international agierender Protagonist der Schmuckszene als Kurator die Danner-Rotunde im Jahr 2010 neu eingerichtet.

Seit 2004 zeigt Die Neue Sammlung zeitgenössischen internationalen Autorenschmuck in der Pinakothek der Moderne. Eine der facettenreichsten künstlerischen Ausdrucksformen der Gegenwart ist damit erstmals in einem Museum dieser Art dauerhaft präsent, an der Seite von Kunst, Architektur, Grafik und Design.
Ausgangspunkt dafür bildet die Danner-Rotunde, in der sich Positionen von über hundert Schmuckkünstlern aus aller Welt aufzeigen lassen – dank dem Engagement der Danner-Stiftung und ihrer Schmucksammlung, die im Zentrum der Ausstellung steht, und dank den privaten Donatoren wie etwa Galerie Spektrum oder Professor Peter Skubic, sowie Leihgaben und Schenkungen einzelner Schmuckkünstler.
Die Eröffnungsaustellung 2004 kuratierten Professor Hermann Jünger, der die Schmuckklasse der Münchner Kunstakademie 1972-1990 leitete, und Otto Künzli, der die Professur 1991 übernahm.
Ihnen folgt Karl Fritsch als Vertreter einer jüngeren Generation, der dementsprechend ganz andere Akzente setzt. Seine künstlerische Konzeption, Bestehendes neu zu beleben, einzubetten, zu überlagern oder umzuformen und Prozesshaftes offenzulegen, überträgt Karl Fritsch auf die Aufgabe der Neuinterpretation der Danner-Rotunde und verändert so das Gesicht der Dauerpräsentation in Reaktion auf das zeitgenössische Schmuckgeschehen mit seinen vielen Facetten und unterschiedlichen künstlerischen Haltungen.

Kooperation: Danner-Stiftung München und Die Neue Sammlung