Friedrich von Borries, Manifest / Manifesto, 2018. Grafik / Graphics: Ingo Offermanns


Workshop 1. #Was wäre, wenn … ? Kalinca Vicente, München


Workshop 2. Blocking the Sound. Banu Çiçek Tülü, Berlin.


Workshop 3. Design Utopia. Gruppe Heft, Hamburg.


Workshop 4. Öffentliche Gestaltungsberatung St. Pauli, Hamburg. HFBK Hamburg


KANN DESIGN DIE DEMOKRATIE VERBESSERN?
EINLADUNG ZU VIER WORKSHOPS


Im Rahmen der Ausstellung Friedrich von Borries. Politics of Design, Design of Politics bietet Die Neue Sammlung vier Workshops an, die in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung /bpb veranstaltet werden. Sie richten sich an Design- und Politikinteressierte, Einzelpersonen und Gruppen, die sich für die Gestaltung des öffentlichen Raums interessieren.

Die vier Workshops, die in einem demokratischen Verfahren ausgewählt wurden, setzen sich damit auseinander, ob und wie Design symbolische Repräsentation, praktische Organisation, alltägliche Umsetzung und räumliche Ausdehnung von Demokratie verbessern und weiterentwickeln kann.

An einem Open Call hatten sich fünfzehn Bewerber*innen, Einzelpersonen und Teams, mit ihren Workshop-Konzepten beworben. Nach einer ersten Runde durch die Vorjury Prof. Dr. Friedrich von Borries, Dr. Sabine Dengel (bpb) und Dr. Angelika Nollert (Direktorin, Die Neue Sammlung) konnten die zehn ausgewählten Bewerber*innen in einer zweiten Runde mit jeweils vier Stimmen die finalen Workshops bestimmen.

Die vier Workshops werden in den ersten drei Septemberwochen stattfinden.
Am 19. September 2019 stehen ihre Ergebnisse in einer abschließenden öffentlichen Podiumsveranstaltung zur Diskussion.
Die Neue Sammlung freut sich über reges Interesse und lädt zur Teilnahme ein.

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos und erfolgt nach Anmeldung.
Die Sprache der Workshops ist Deutsch, wenn nicht anders angegeben.
Reisekostenzuschüsse für Studenten und Schüler können dank der Unterstützung durch die Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst bei der Neuen Sammlung beantragt werden.

Sie haben Lust und Interesse, mitzumachen?
Mit Nennung Ihrer Workshopwahl bitten wir um Ihre
ANMELDUNG UNTER: workshop@dnstdm.de,
ANMELDEFRIST: 02.09.2019.

Eine Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

Mit Unterstützung der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst.


WORKSHOP 1
#Was wäre, wenn…?
Realität, Nicht-Realität und die Demokratie dazwischen

Zeitraum: Sonntag, 08.09.2019, 14:00 – 18:00 Uhr

In Anlehnung an die Rubrik „Was wäre, wenn…?“ des Wirtschaftsmagazins brand eins werden unterschiedliche Szenarien angeboten, worauf aufbauend Träume, Thesen & Hypothesen zur Demokratieverbesserung entwickelt werden können:
„Was wäre, wenn…?
1. … politisches Engagement uns zu „Superstars“ machen würde?
2. … alles was ich konsumiere, einen Einfluss auf die Wahlergebnisse hätte?
3. … es Demokratisierungsprozesse in der Wirtschaft gäbe?
4. … es keine nationalstaatlichen Grenzen mehr gäbe?“
Gemeinsam diskutieren und gestalten wir Prototypen, um unsere Ideen greifbar und erlebbar zu machen.

Leiterin: Kalinca Vicente, München
www.allwecan-do.com
24 Plätze (ab 14 Jahre)

WORKSHOP 2 (zweimal angeboten)
Blocking the Sound – Ein Workshop zu akustischer Gewalt und Alltagsgegenständen, mit Soundwalk

Zeitraum: Donnerstag, 12.09.2019 und Freitag, 13.09.2019, jeweils 15:00 – 18:00 Uhr

„Blocking the sound“ ist eine Workshop-Serie über Gewalt durch Klang. Dieser Workshop betrachtet das Laufen auf dem Gehweg als privilegierte Handlung. Daher beginnt der Workshop mit einem Soundwalk, währenddessen die Teilnehmer*innen über das Thema nachdenken können. Ein gebräuchlicher Schutz vor akustischer Gewalt während des Gehens ist die Verwendung von Kopfhörern. Im Rahmen des Workshops werden die Teilnehmer*innen aufgefordert, verschiedene Kopfhörer aus recyceltem Material zu entwerfen.

Sprache in Englisch und Deutsch
Leiterin: Banu Çiçek Tülü, Berlin
20 Plätze (ab 12 Jahre)

WORKSHOP 3 (2-tägig)
Design Utopia

Zeitraum: Samstag, 14.09. – Sonntag, 15.09.2019, 10:00 – 18:00 Uhr

Mehrheitsentscheide, Geheimdienste, parlamentarische Hinter­zimmer, stimmlose Stadtteilräte – all das ist Teil von Demokratie. Demokratie bedeutet immer auch der Verweis auf eine höhere Instanz, die das Leben regelt. Es geht um Hierarchie. Wie wäre eine Gesellschaft organisiert, die sich basis-demokratisch versteht? Wir schlagen vor: Eine Übung in sozialen Utopien, ein Gegenentwurf! Neben theoretischen Erkundungen versuchen wir uns in Selbstorganisation.

Leiter*innen:
HEFT = Ina Römling & Torben Körschkes, Hamburg und Caroline Kapp, München
20 Plätze (ab 16 Jahren)

WORKSHOP 4 (3-tägig)
Vorbereitungscamp für eine Öffentliche Gestaltungsberatung (mit Probetraining)

Zeitraum: Dienstag 17.09. – Donnerstag, 19.09.2019, jeweils 14:00 – 17:00 Uhr

Die Öffentliche Gestaltungsberatung bietet niedrigschwellige und kostenlose Unterstützung für die gestalterische Auseinandersetzung mit Alltagsproblemen. Sie arbeitet mit und für Menschen, die sich sonst kein professionelles Design leisten können. Die Gestaltungsberatung wurde bereits mehrfach an unterschiedlichen Orten mit je unterschiedlichen Projektpartner*innen erprobt. Anspruch ist dabei immer, gestalterische Auseinandersetzungen nicht um fiktive, sondern um wirkliche Probleme zu führen. Nach einer theoretischen Einführung wird an praktischen Umsetzungsfragen u.a. durch Stadterkundungen gearbeitet. Der Workshop schließt mit Übungen zur Gestaltungsberatung ab.
www.gestaltungsberatung.org,
howto.gestaltungsberatung.org

Leiter*innen:
Öffentliche Gestaltungsberatung der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK)
www.design.hfbk-hamburg.de
15 Plätze (ab 14 Jahren)