Mit Einladung der beiden südkoreanischen Künstler Jung-Hoo Kim und Yong-il Jeon zu einem Vortrag über die Geschichte des Südkoreanischen Schmucks wendet sich Die Neue Sammlung erstmals in ihrer Schmuckmatinee am Sonntagmorgen dem Geschehen im asiatischen Raum zu.
 
Yong-il Jeon, 1956 in Seoul geboren, studierte an der Seoul National University und später an der Miami University in Ohio, USA. Sowohl dem Material Silber- wie auch Gold verpflichtet, lehrt er seit 2000 am Department für Metallarbeiten und Schmuck an der Kookmin University in Seoul. Er gilt nicht nur als Fachmann für den Bereich des zeitgenössischen koreanischen Geräts, sondern auch für den Schmuck.
 
Die 1959 ebenfalls in Seoul geborene Jung-Hoo Kim absolvierte die Seoul National University und setzte Ihre Studien zwischenzeitlich bei Bob Ebendorf an der State University of New York, New Paltz, USA fort. Ihr eigenes Schmuckschaffen ist seither immer wieder historisch und/oder kulturell konnotiert.
Zur koreanischen Kultur gehören aber auch Gestaltungselemente wie das Moment der künstlerischen Wiederholung oder ein zartes, empfindlich auf jedwede Störung reagierendes Lineament. Der zeitgenössische koreanische Schmuck entstand – beeinflusst durch den Blick nach Amerika und Europa – in den 1980er Jahren und erlebte vor der Jahrtausendwende einen wahren Aufschwung, so dass Schmuckkünstler aus Südkorea heute nicht mehr aus der Welt des Schmucks wegzudenken sind.
 
Unterstützt durch Arnoldsche Art Publishers, Stuttgart.
 
Vortrag: Jung-Hoo Kim & Yong-il Jeon. Korean Contemporary Jewelry
Ernst von Siemens-Auditorium, Pinakothek der Moderne
11.03.2018, 11:00

Sprache: Englisch

Anzahl der Sitzplätze begrenzt. Freier Eintritt
Jung-Hoo Kim
Yong-il Jeon