Mit der Einladung der südkoreanischen Schmuckkünstlerin Jung-Hoo Kim zu einem Vortrag über die Geschichte des Südkoreanischen Schmucks wendet sich Die Neue Sammlung erstmals in ihrer Schmuckmatinee am Sonntagmorgen dem Geschehen im asiatischen Raum zu. Die 1959 in Seoul geborene Jung-Hoo Kim absolvierte die Seoul National University und setzte Ihre Studien zwischenzeitlich bei Bob Ebendorf an der State University of New York, New Paltz, USA fort, bevor sie es in Seoul abschloss. Ihr eigenes Schmuckschaffen ist seither immer wieder historisch und/oder kulturell konnotiert. Sie selbst arbeitet in der alten koreanischen Metalltechnik „Keumboo“, bei der Goldfolie ohne Löten mit Silberoberflächen zum Zwecke der Verzierung verbunden wird. Zur koreanischen Kultur gehören aber auch Gestaltungselemente wie das Moment der künstlerischen Wiederholung oder ein zartes, empfindlich auf jedwede Störung reagierendes Lineaments. Der zeitgenössische koreanische Schmuck entstand – beeinflusst durch den Blick nach Amerika und Europa – in den 1980er Jahren, erlebte vor der Jahrtausendwende einen wahren Aufschwung, so dass Schmuckkünstler aus Südkorea heute nicht mehr aus der Welt des Schmucks wegzudenken sind. Wer könnte besser als Jung-Hoo Kim, die beides – Elemente der historischen Metallgestaltung mit zeitgenössischen in ihren Arbeiten verbindet – über die Schmuckgeschichte Koreas berichten?
 
Vortrag: Jung-Hoo Kim. Die Geschichte des Schmucks in Korea
Ernst von Siemens-Auditorium, Pinakothek der Moderne
11.03.2018, 11:00

Sprache: Englisch

Anzahl der Sitzplätze begrenzt. Freier Eintritt
Jung-Hoo Kim