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Blick in die Ausstellung »East and West: Tschechisches Design«, Neues Museum für Kunst und Design in Nürnberg. Foto: Rainer Viertlböck
Franta Anýž, Tischleuchten, 1928, Franta Anýž & spol., Prag. Foto: Die Neue Sammlung (A. Laurenzo)
Franta Anýž, Tischleuchten, 1928, Franta Anýž & spol., Prag. Foto: Die Neue Sammlung (A. Laurenzo)
Drei Räume mit Designobjekten beleuchten im Neuen Museum das Thema „Ost und West“. Nach der Präsentation zu „DDR/BRD“ geht der Blick nach Tschechien.

Vorgestellt werden Designobjekte aus etwa neun Jahrzehnten. Dabei liegen – sowohl aus der Historie des Landes als auch aus dem Bestand der Neuen Sammlung abgeleitet – die Schwerpunkte auf dem tschechischen Avantgardedesign der 20er und 30er Jahre sowie auf dem jüngeren Design von 1990 bis heute. Vor allem in der Möbelproduktion und in der Glasherstellung sind in Tschechien bedeutende Arbeiten entstanden. Für die Avantgarde im Möbelbereich stehen Namen wie Jindřich Halabala oder Karel Ort, die inspiriert von Marcel Breuer und Mart Stam bereits früh Stahlrohrmöbel realisierten. Die tschechische Glasgestaltung besitzt mit dem böhmischen Glas eine jahrhundertealte Tradition, die im 20. Jahrhundert durch gestalterische Innovationen internationale Aufmerksamkeit fand. Neben Glasobjekten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden exemplarisch auch bedeutende Vertreter der zeitgenössischen Glaskunst präsentiert wie Pavel Hlava oder René Roubíček, die für ihre spezifische Formensprache die Grenzen zwischen Kunst und Design ausloten.

Das Display für die Präsentation Tschechisches Design gestalte der Berliner Künstler Tilo Schulz (*1972 in Leipzig). Seit Anfang der 1990er Jahre ist Tilo Schulz als Künstler, Kurator, Ausstellungsgestalter und Autor tätig.
 
Siehe auch:
EAST AND WEST: DDR / BRD
EAST AND WEST: USA