Ausgangspunkt ist der menschliche Körper, der als Verbindung zwischen Außenwelt und der inneren Welt des Individuums gesehen wird – diese Konzeption prägt die gestalterische Haltung von Ädellab (dt. Edel-Labor), dem Fachbereich Schmuck an der Konstfack Stockholm, University College of Arts, Crafts and Design.

Basierend auf dem bereits bestehenden Fachbereich Metall, wurde Ädellab 2004 durch den niederländischen Schmuckkünstler Ruudt Peters gegründet und seit 2006 auch durch die dänische Schmuckkünstlerin Karen Pontoppidan, die heute Ädellab leitet, entscheidend geprägt.
 
Die schwedische Klasse ist jedoch nicht nur geographisch, sondern vor allem in ihrem künstlerischen Denken grenzüberschreitend. Bekannt für den dezidiert heutigen Ansatz, erkundet Ädellab die Möglichkeiten des Mediums Schmuck als bedeutendes und eigenständiges Ausdrucksmittel unserer Zeit. Eigenen Ideen, Beobachtungen, Faszinationen und Obsessionen kann ebenso Form verliehen werden wie Emotionen, Fragen der Identität oder zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen.

 
„Die Arbeiten der Studenten stellen nicht die Erfüllung eines akademischen Arbeitsauftrags dar, vielmehr folgen sie dem individuellen Ausdrucksbedürfnis der Künstler. Das heißt, dass die künstlerische Ausdrucksform, und somit auch die Arbeiten der Absolventen nicht nur im Lichte einer logischen Herangehensweise bzw. eines Versuches, die Welt der Dinge zu deuten, interpretiert werden können.
 
Die Objekte sind in dieser Form entstanden, weil ein Künstler, ein menschliches Wesen mit Erfahrungen, Gefühlen, Träumen und Fehlern, sie so hervorbringen wollte und geschaffen hat.“ (Karen Pontoppidan) 
Die Ausstellung findet anlässlich der Schmuckschau der Internationalen Handwerksmesse statt. Ädellab zeigt unter der Leitung von Professor Karen Pontoppidan in der Neuen Sammlung – The International Design Museum Munich – eine Auswahl von Abschlussarbeiten der letzten fünf Jahre.
 
Plakat
 
Pinakothek der Moderne. München
Ädellab – The State of Things. Konstfack Stockholm. Schmuck
17.03.2012 – 29.04.2012
 
 
 
 
 
 
 
Blick in die Ausstellung. Foto: Rainer Viertlböck
Blick in die Ausstellung. Foto: Rainer Viertlböck